Intuitives Essen

Eben kam ein guter Beitrag im TV :
14.8.2021 um 11.30 Uhr im „Quarks im Ersten“ über einen Versuch mit zig Frauen/Männern, die ihre Lebensweise auf „Intuitives Essen“ umgestellt haben : https://www.onlinetvrecorder.com/v2/download/20428431/Quarks+im+Ersten+D+2020

Genau zu diesem Schluß bin ich automatisch gekommen, nachdem ich keinen mehr daheim zu versorgen hatte und ich leben konnte, wie es mir in den Kram paßte. Seitdem esse ich nicht mehr nach Uhr oder alles aufessen oder weil es Zeit ist oder verbiete mir irgendwas zu essen, weil es mich dicker macht … , sondern ich esse, wann mir ist und was ich möchte – nur begrenzt durch meinen schmalen Geldbeutel.
Klar muß ich mit Rheuma, Gicht und Herzinfarkt aufpassen, was ich esse um es nicht zu verschlimmern, aber wenn ich es in Maßen esse statt in Massen, kann ich alles essen, wonach mir ist. Mir kommt es manchmal nur wie wildes Rumnaschen vor, aber warum nicht : wenn ich eben nur Naschsucht und keinen Hunger habe, dann gibt es halt z.B. 3 Salzbrezeln und 2 Stück Schokolade – Hauptsache ich esse auch tgl. wenigstens etwas Obst um Vitamine zu haben. Ich merke es sowieso, wenn es zu viel war und habe dicke Knie, wenn ich Schweinefleisch oder zu viel Protein (z.B. von Enduro, alles aus Erbsen) mal gegessen habe – aber dann weiß ich wenigstens, wo es herkommt und daß ich es selber verursacht habe und mit leben muß – aber wenn ich Appetit auf ein frisches Gehacktes-Brötchen habe, esse ich es auch mal (so ca. alle 3 Monate).
Ich lebe jetzt schon ein paar Jahre so und bin 52 und mitten in den Wechseljahren und ich fühle mich dadurch wesentlich freier – esse hauptsächlich, was ich vertrage (wie Milchprodukte) und nicht mehr, was der Partner wollte und gekauft hat und ich mit Magenproblemen mitgegessen habe, weil es nunmal da war und alle werden mußte. Auch meine Tochter´s Lebensweise, daß alles da war und nur angefangen wurde und nicht weiter gegessen, habe ich bald abgeblockt – war mir einfach zu teuer und wurde zu viel weggeschmissen – Leben wie im Hotel – dann mußte sie es selber finanzieren – und schließlich ist sie dann auch irgendwann ausgezogen.
Abnehmen hatte ich schon einige Zeit davor aufgegeben – ja in jüngeren Jahren hatte ich sämtliche Diäten usw. durchprobiert – aber irgendwann alles aufgegeben – mich erst mit Sprüche wie „Dicke sind gemütlich“ getröstet, aber dann eingesehen, daß ich mit den paar Funden mehr als der Bodyindex mir vorgibt, ganz gut klar komme und dann eben was zum zusetzen habe im Krankheitsfall o.ä.
Ich führte dann aus Geldgründen ein, nur einmal im Monat einkaufen zu gehen und alles zu holen, was alle war – das zog ich monatelang durch – bis Corona kam und ich es auch leid war, so lange im Handel rumzusuchen, bis ich alles von meiner Liste hatte und auch an der Kasse dauerte es mir zu lange zwischen den Leuten. Ich hasse einkaufen ! Ich habe dann mein Einkaufsverhalten komplett umgestellt und bin ab und an in den Handel gegangen und habe nur gekauft, wonach mir war, worauf ich Appetit hatte und mein Haushalt war somit zwar nicht mehr komplett, daß alles immer da war, aber ich aß nur wann und was ich wollte. Solche Sachen wie Kaffee, wonach ich die nächste Nacht nicht schlafen konnte, ließ ich oft monatelang weg.
Ich habe für mich festgestellt, mir geht es damit besser – ich esse kleinere Naschportionen und verdaue diese dann auch schneller.
Wenn ich koche, friere ich 4-5 Kleinportionen ein und esse nur eine und hole die anderen je nach Bedarf mal raus.
Mein Problem ist noch das Trinken – ich trinke viel zu wenig. Ich schleppe schon keine Flaschen ran, weil wir ja gutes Heidewasser aus dem Hahn haben, aber trotzdem trinke ich viel zu wenig. Jetzt hatten wir Rohrsanierung und ich mußte gekauftes stilles Wasser (mit Kohlensäure vertrage ich nicht) trinken und da habe ich auch wieder festgestellt : viel zu wenig getrunken – das Gekaufte reichte bis laaange nach der Sanierung.
Meine Nieren müssen doch meine 10 Tabletten + Schmerzmittel täglich verarbeiten und wieder ausspülen ! Auch meine Haut wird langsam schrumpelig !
Aber zurück zum „Intuitiven Essen“ : mein Selbstbewußtsein und mein Wertgefühl sind besser geworden, weil ich esse, was ich will, ohne mich immer nur unterbuttern zu lassen und zugenommen habe ich auch nicht dolle – ggf. 2-5 kg : kann auch an den Wechseljahren liegen und daß man sowieso ruhiger dann wird. Ausgeglichener bin ich durch Johanniskraut und Beruhigungsmittel, die ich mir wegen der nervenzerfetzenden Sanierung verschreiben lassen habe – ich lasse mich dadurch auch nicht von meinem Freund ständig mehr mit fertig machen und über alles aufregen – ich bin wieder der Fels in der Brandung bzw. der Anker, der ihn hält – und dazu gehört natürlich auch ausreichend guter tiefer Schlaf – den habe ich nur in meinem eigenen Bett – gut 2-3 Nächte im Monat schlafe ich mal bei meinem Freund, aber das zerrt gewaltig an meinem Ausgeglichensein, denn dann schläft man nicht richtig und ist laufend wach und von seinem Aufstehen gestört und man darf dies und das nicht (er knurrt dann immer) – also dieses sich unterordnen halte ich dann meist nicht lange mehr aus und schlafe wieder oben bei mir im eigenen Bett, wo alles so ist, wie ich es brauche.
Kurzum : nicht nur das Essen, sondern das Gesamtbild muß stimmen, damit man mit sich zufrieden ist und halbwegs mit sich selber klar kommt !
Natürlich bin auch ich nicht immer meinem Leitsatz treu : mein Freund brachte eben selbstgemachten Heringssalat rüber und schon esse ich wieder, weil es da ist und ich weiß : Fisch ist gut für mich, aber die Sahne nicht – werde morgen wieder dicke Knie haben ! Muß also wieder gegensteuern mit „Schnellverdauern“, wie Alkohol oder Verdauungspille …
Ich liebe ihn, aber immer wenn wir zusammen sind, muß ich kuschen und das ist nicht gut für mein Selbstbewußtsein.
Selbst wenn wir in meiner Wohnung sind, muß alles so laufen, wie er es haben will und somit versuche ich immer, es nicht ausarten zu lassen und ein halbwegs gesundes Gleichgewicht zu erreichen, mit dem ich leben kann ohne mich zu sehr zu ärgern. Bin ich alleine, sehne ich mich nach seiner Gesellschaft und ist er da, will ich bald wegrennen – also ist nur ein gesundes Mittelmaß möglich um glücklich zu sein und kein Frustessen danach zu starten. Aber jede Beziehung ist wohl ein Geben und Nehmen, ein ständiger Kampf um nicht unter zu gehen, nachgeben und doch nicht zu kurz zu kommen.

Im Beitrag im TV war auch von einer Facebook-Gruppe zum „Intuitives Essen“ die Rede – schaut selber nach, denn ich bin kein Facebooker.

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